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FIlmkritik

Dirty Harry

Die 1970er Jahre, ein Jahrzehnt was die Welt prägte und dank lockere Zensuren für Filme viele Exploitationfilme hervorbrachte und auch andere Stoffe wurden verfilmt. Das Kino wurde direkter und kritischer. Ab und an auch mit einem starken Rechtsruck. Man hetzte gegen die da oben und stellte sich immer wieder über das Gesetz. Bevor Charles Bronson zum Rächer der Bevölkerung wurde, war es ein Film der ein Genre prägte und in Italien für einen neuen Boom sorgte. Die Rede ist von Dirty Harry mit Clint Eastwood. Der Prototyp des Genres und der die Muster vorgab.

Doch um was geht in Dirty Harry? Es geht um einen Serienkiller, der die Polizei zum Narren hält. Er bringt Menschen um und schreibt Brief. Doch ein Cop will diesen Killer fassen. Das ist Harry Callahan, er hält sich nicht an die Regeln und schießt erst und stellt dann vielleicht fragen. Er ist gehasst von seinen Vorgesetzten und bekommt immer wieder ärger. Auch als er den Killer fässt, macht das nur Ärger.

Als Zuschauer merkt man schnell, was Dirty Harry einen erzählen will und vor allem wie. Das geht los wie die Figuren gezeichnet sind und wie man sie darstellt. In der deutschen Synchronfassung kommt noch etwas mehr Rasismus dazu, vor allem im Finale im Bus, wenn die Kinder ein Lied singen muss, was damals wahrscheinlich noch OK war, heute definitiv eher peinlich ist und als Zeitdokument gewertet werden muss.

© 1971 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved

Dirty Harry und das Gefühl Wir gegen die da Oben!

Wie schon etwas weiter Oben erwähnt, macht es sich Dirty Harry sehr einfach uns Zuschauer zu manipulieren. Wir werden regelrecht an die Seite von Harry Callahan gedrückt. Er soll der Sympathieträger im Film sein. Das schafft der Streifen sogar erstaunlich gut. Denn wir fiebern mit und freuen uns, wenn Harry einen Bösen erledigt und warten drauf was er mit Scorpio anstellen wird im Finale. Denn der Böse wird so widerwärtig gezeichnet wie es nur geht. Er schießt auf junge Hübschen Frauen. Das geht am Anfang los mit einer Frau im Swimming Pool und als die Polizei seine Anschläe vereiltet, entführt er eine 14 Jährige und vergewaltigt sie. Was man uns nicht zeigt. Dafür zeigt man in Dokumentarischen Bildern wie man sie findet und das Nackt.

Das alles führt dazu, dass wir verstehen warum Dirty Harry so handelt und stoßen auf das Unverständnis der anderen, die seinen Weg nicht gut finden und wollen das er sich an die Regeln hält. Der Böse darf also alles und der Gute muss sich Brav an die Regeln halten. Was heute gern von rechten Populisten genutzt wird um zu hetzen zeigt man uns in Dirty Harry ganz unverblühmt. Es geht darum das Harry richtig handelt und wir das Gut finden, weil der Film uns manipuliert. Durch die Bilder und wie man das Böse zeigt. Dabei ist Harry nicht viel besser und ignoriert das Leben von Unschuldigen. Er spielt zwar das Spiel mit, im Notfall erschießt er einfach die Bösen mit seiner Magnum.

Dabei bietet Dirty Harry alle Elemente eines spannenden Thrillers. Vor allem die Jagd nach Scorpio und sein Spiel mit Harry sind hervorragend in Szene gesetzt. Don Siegel schafft es immer wieder Spannung zu erzeugen. Am Anfang die Szene im Pool die Aufnahmen aus der Ferne, wie er Harry einführt und alles auf die Spitze treibt. Die Action ist gut platziert und liefert ein authentisches Bild der 70er Jahre in San Francisco ab.

Fazit:

Dirty Harry ist ein spannender Thriller, der eine Welle an Filmen los trat. Clint Eastwood verkörpert Harry Callahan perfekt, als modernen Westernheld, welcher in der Großstadt für Recht und Ordnung sorgt. Dennoch ist die Moral und Ansicht des Film auf viele Themen schwierig und wirken halt heute veraltet und falsch. Dennoch unterhält er, weil er sehr gut in Szene gesetzt wurde von Don Siegel. Wir fühlen mit und wollen das Harry die Bösen erledigt.

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