Kategorien
FIlmkritik

Freitag der 13. – Das letzte Kapitel

1984 war ein sehr gutes Filmjahr, wird immer wieder gesagt. In den Kinos war viel los und auch ein Killer durfte wieder ran und Teenager zu töten, die Sex hatten und auch sonst sich nicht so benommen, wie es die ältere Generation gern hätte. Dabei ist Freitag der 13. – Das letzte Kapitel auch etwas Besonderes. Es ist der erste Film, wo Jason seine Hockymaske trägt und wie der Name schon sagte, sollte es dann vorbei sein mit dem Killer. Das Studios und Produzenten, das nicht so sahen, ist längst bekannt. Also warum ist der vierte Teil so besonders? Er war in Deutschland Jahrzehnte beschlagnahmt, wegen der Gewalt im Film. Endlich ist er erhältlich Uncut ab 18. Dazu war er damals der Film viel Sex und Gewalt für das Mainstream Kino. Des Weiteren ist Corey Feldmann dabei, einer der legendärsten Kinderdarsteller (jugendliche auch) der 80er.

Doch worum geht es? Jason Voorhees wird in die Leichenhalle gebracht. Denn scheinbar ist er tot. Schnell wird einer Krankenschwester und einem Pfleger das Gegenteil bewiesen. Währenddessen fährt Tommy mit seiner Familie an den Crystal Lake, um dort etwas Urlaub zu machen. Der Junge steht auf Monster und kommt langsam in die Pubertät. Im Nachbarhaus sind ein paar feierwütige Teenager, die Trinken und Sex haben wollen. Doch Jason ist nicht weit …

Eine Welt, wo Sex etwas Böses ist und die Manifestion der Bestrafung ein maskierter Killer ist. Wo man sich noch etwas Mühe machte, uns die Teenager als Menschen zu zeigen, wenn zum Teil auch schon oberflächlich. So sind wir noch nicht ganz für Jason, der diese hormongesteuerten Jugendlichen umbringt. So lasst uns in die Welt von Freitag der 13. – Das letzte Kapitel abtauchen.

© 1984 – Paramount Pictures

Brüste, Gewalt, Sex und ein Killer. Die Welt aus der Sicht eines Slasherfilms!

Das Böse stirbt nie und im Slasherfilm ist es die Moral. Jedenfalls liest man die Filme so, obwohl manche Macher meinen, das wär nur Zufall. Es ist dennoch ein Genreelement, das immer wieder vorkommt. Jugendliche vergnügen sich und werden getötet. Man zeigt uns dem Zuschauer das auch immer sehr ausführlich. Wir sollen uns dran ergötzen und dann sehen, was passiert. So auch bei Freitag der 13. – Das letzte Kapitel. Denn schon am Anfang im Krankenhaus werden die beiden bestraft, die ein Nümmernchen schieben wollen. Das zieht sich durch den Film. Wir sehen die Teenager wie sie Baden und daraus wird Nacktbaden. Schnell zeigt man uns Brüste und Ärsche. Das alles gipfelt in einer Party mit Sex.

Wir sind als Zuschauer dabei und sehen zu, wie einer nach dem anderen getötet wird und schon befindet sich der Film im Finale. Man baut zwar etwas Handlung und Spannung auf, führt eine Figur ein und die soll der Bezug zu den Vorgänger Teilen sein. Doch alles verläuft schnell im Sand. Man setzt auf Tempo und tote. Dabei geht man sehr kreativ vor bei den Kills. Man sieht heute immer noch, warum der Film damals solche Probleme gehabt hat in Deutschland. Sex und Gewalt geben sich hier die Klinke in die Hand und alles ist kalt in Szene gesetzt. Die Moral ist deutlich, was die Jugendlichen da machen ist Böse. Das ist alles sehr fragwürdig und von christlichen Glauben inspiriert. Man bedenke, dass in den 80ern die USA Filmwelt noch eine andere war. Auf der einen Seite lockt man mit Nacktheit noch Menschen ins Kino, doch so freizügig wie in den 70ern war es nicht mehr. Hier ist die Botschaft doch deutlich. Man soll sich als Zuschauer schlecht fühlen für den Schauwert, den man geboten bekommt.

Fazit:

Freitag der 13. – Das letzte Kapitel ist ein unterhaltsamer Slasherfilm. Der Tempo gibt und viele Kills bietet und auch einiges an Nacktheit. Die Moral ist klar und veraltet.

Film Kaufen (werbung mit Links):

OFDb:

VHS Retro Editon Blu-ray

Mediabook Cover B

Amazon.de:

VoD

© 1984 – Paramount Pictures

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.