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#Japanuary: Sukiyaki Western Django (2007)

Yojimbo, für eine Handvoll Dollar, Django oder Last Man Standing (nicht die Tim Allen Comedy Serie) haben eins gemeinsam. Es geht um einen einsamen Fremden, der in eine Stadt kommt und durch für ärger sorgt, dafür die Bösen besiegt. Es ist wohl einer der klassischen Stoffe des Western oder auch Samuraifilm. 2007, als die Welt noch nicht an ein Django Remake von Quentin Tarantino dachte, spielte er in einem mit. Denn Takashi Miike drehte mit Sukiyaki Western Django seine Version des Western. Hier treffen als die beiden Welten aufeinander, welche das Genre prägten. Ohne Yojimbo würde es wahrscheinlich kein Für eine Handvoll Dollar geben und durch den Erfolg keine Western aus Italien und somit kein Django.

Ein Bergdorf irgendwo in Japan, Hundert Jahre nach der Schlacht von Dannoura. Ein Fremder kommt in das Dorf und spielt die beiden verfeinden Clans gegeneinander aus.

Die Handlung bleibt der Vorlage treu und dennoch macht man hier und da ein paar andere Abbiegungen. Man baut mehr Humor ein und hier und da wird man so Meta, dass es selbst die Figuren im Film nicht mehr verstehen. Sukiyaki Western Django, was für ein Film ist es nun? Ganz sicher kein typischer Miike Film, jedenfalls wenn man mal die Außenseiter Thematik beiseitelässt.

Wie viel Western steckt in Yukiyaki Western Django?

Man könnte auch Fragen wie viel Django steckt noch in Yukiyaji Western Django? Denn man bekommt viele bekannte Motive aus dem Film geboten. Am Anfang des Films erwähnt man auch Yojimbo von Kurosawa, welcher ja der Startschuß für diese Art von Handlung ist. Im Verlauf des Films erwähnt die Figur von Tarantino auch mal Akira, weil eine Figur im Film so heißt, und betont dann das er schon immer ein Anime Otaku war. Dies ist ein starker Meta Gag, weil zu welcher Zeit auch immer der Western von Takashi Miike spielt, es sicherlich den Anime Akira noch nicht gab.

Doch bei Meta bleibt man nicht, man zitiert das Western Genre immer wieder. Vom obligatorischen Loch im Bauch, ähnlich wie bei Schneller als der Tod von Sam Raimi bis hin zu Gatling Gun aus Django. Alles ist dabei. Wir haben es mit einem Western zu tun. Was aus Japan auch nichts neues ist, man erinnere sich an The Man with a Shotgun, der viele Motive des italienischen Western schon vorwegnahm.

Optisch bekommt man sehr viel Geboten. Schon die Eröffnungsszene mit Tarantino, die definitiv ein Filmset ist und das nicht versteckt. Bis hin zum Finale im Schnee, immer wieder gibt es diese Momente, wie man sie aus einem Western kennt. Dazu kommt dann die Thematik des Außenseiters, welche hier auch wieder stark präsent ist.

Fazit:

Sukiyaki Western Django ist ein Western, der fasziniert. Takashi Miike zitiert sehr viel das Genre und er nutzt Tarantino perfekt. Dazu gibt meta Humor, der fast schon drüber ist. Dann die gewohnten Shotouts, optische Highlights wie der Sprung aus dem Fenster, welcher auch diesen Moment aus dem Western demontiert.

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